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  • Laura Kristin Fink

5 einfache Gelegenheiten das Loslassen im Alltag zu üben


Ich habe bereits in anderen Posts beschrieben, dass es beim Loslassen von Dingen im Grunde viel mehr um eine Integration dessen geht, was wir bislang abgespaltet haben. Weil uns Teile unserer Vergangenheit stören, wir manche Gefühle unterdrücken oder wir uns z.B. schämen, halten wir eine permanente Spannung in uns aufrecht. Diese abzubauen und wieder in unser Leben einzuladen was vorher nicht sein durfte, darum geht es uns bei Integration. Das Loslassen ist da quasi eher ein Nebenprodukt. Dadurch, dass sich die Blockaden lösen konnten, wir allen Empfindungen erlauben da zu sein, unsere Geschichte annehmen, etc. lässt unser Kopf ganz automatisch ab von diesen Themen.


Um sich diesem Prozess zu öffnen, kann es hilfreich sein, sich unterstützen zu lassen. Ein Coaching, das auf Ebene des Nervensystems ansetzt, kann nachhaltige Transformation möglich zu machen. Mehr dazu erfährst du hier.


Doch auch abseits der Coaching-Sessions und der größeren Themen, die vielleicht etwas mehr Raum bedürfen, kann ein Loslassen im Alltag praktiziert und geübt werden.


In diesem Blogpost habe ich fünf alltägliche Situationen gesammelt, in denen du Loslassen üben kannst.



Eine weiße Tasse mit der Aufschrift "Let go" steht neben einer Buddha-Miniatur auf einem Buch mit dem Titel "Buddha"


1. Wetter


Wir haben null Komma null Einfluss darauf, und kommentieren es dennoch ständig: das Wetter. Wenn du dich dabei erwischst, über das Wetter zu klagen („zu heiß“, „zu kalt“, „oh nein, es regnet“, „jetzt stürmt’s ausgerechnet an dem Tag meiner Gartenparty“, etc.), schaffst du es vielleicht auch kurz inne zu halten. Ändert dein Kommentar und dein Wunsch, dass das Wetter anders sein sollte, irgendetwas an der Realität? Bringen dir dein Kommentar und dein Wunsch gerade Lebensqualität oder rauben sie sie dir nicht eher?



2. Verkehr


Egal ob du Auto fährst oder die Öffis nimmst - ein Grund sich aufzuregen findet sich in jedem Fall schnell („die Schaffnerin könnte auch mal freundlicher sein“, „typisch, mal wieder Verspätung“, „der fährt ja wie eine gesengte Sau“, usw.). Beobachte dich auch hier und halte kurz inne, wenn du bemerkst, dass du aus der Ruhe gerätst. Ändern deine Bewertungen der Situation etwas an der Situation selbst? Wenn du dich aufregst/laut wirst/dich beklagst - bedeutet das in dem Moment einen Zugewinn an Lebensqualität, oder vermiest du dir den Moment eher?



3. Vergleiche


Eine weitere Situation in der du eine Möglichkeit zum Loslassen findest, besteht immer dann, wenn du dich dabei erwischst, wie du Vergleiche anstellst („letztes Mal ist mir das Essen viel besser gelungen“, „die zweite Staffel ist einfach schlechter als die erste“, „ich hätte das ja besser hingekriegt als er“). Frage dich auch hier wieder: bringt mir dieser Gedanke Lebensqualität oder zieht er mich eher runter? Aus welchem Teil in mir entspringt dieser Gedanke überhaupt? Kann ich den Vergleich ziehen lassen und in den Moment jetzt zurückkommen?



4. Im Recht Sein


Ab und an findest du dich vielleicht auch in eigentlich unsinnigen Diskussionen wieder, in denen dein Gegenüber und du über etwas womöglich sogar relativ Banales sprecht, und beide glaubt im Recht zu sein. Für mich persönlich echt zum Haare raufen, aber eigentlich eine fantastische Gelegenheit zum Loslassen. Muss ich hier im Recht sein? Warum eigentlich? Ist das gerade wirklich von Relevanz? Kann ich bei Seite treten und mich wieder entspannen?



5. Etwas läuft anders als Plan


Zugegeben, jetzt wird es schon etwas kniffliger. Aber wie oft bieten sich uns im Alltag doch Gelegenheiten, in denen etwas anders läuft als eigentlich gedacht und geplant? Jedes Mal eine super Gelegenheit das Loslassen zu üben. Du kommst Dank Verkehrschaos zu spät? Ein Termin wird kurzfristig verlegt? Du bist krank obwohl du eigentlich verabredet warst? Prima, dann übe das Loslassen und erweitere ganz nebenbei deine Komfortzone (das Nervensystem freut sich!).


 

Voraussetzung für all diese Übe-Möglichkeiten ist in jedem Fall, dass du bereits erkannt hast, das das Problem nicht im Außen liegt. Im Fall des Wetters z.B., dass es eine Sache ist, ob es regnet, aber eine andere, ob du dich darüber beklagst. Letzteres liegt ganz allein in deiner Hand. Und wenn du Lust hast dir dein Leben angenehmer zu gestalten, kannst du in eben diesen kleinen alltäglichen Situationen üben, deine alten Muster umzulernen. Die Bereitschaft dazu ist die wichtigste Zutat. Die Achtsamkeit kommt mit der Übung. Und du wirst sehen, wie du im Loslassen immer besser wirst. Und nun wünsche ich dir „Happy Cleansing“!

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